Zwanzig Jahre in der Union

»Wir haben viel erreicht. Doch auch auf dem Weg vor uns liegen noch spannende Aufgaben und einige Herausforderungen, die es in sich haben.«

Am 1. Mai 2004 wurden die Länder Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und der griechische Teil Zyperns als Vollmitglieder in der Europäischen Union aufgenommen. Am 1. Januar 2007 folgten die Länder Rumänien und

Vor zwanzig Jahren traten die Tschechische Republik, Estland, Zypern, Ungarn, Lettland, Litauen, Malta, Polen, die Slowakei und Slowenien der Europäischen Union in ihrer bisher größten Erweiterung bei. Die Voraussetzung, die diese Entwicklung charakterisiert und verteidigt, hat fünf Punkte: freier Personen-, Waren-, Dienstleistungs-, Kapital- und Informationsverkehr, und es klingt sehr optimistisch, und wir können mit Sicherheit sagen, dass es auch funktioniert. Nun, ob alles so rosig ist, wie es in den Handbüchern und in den Einschätzungen der Beamten beschrieben wird, kann zum Beispiel hier im Dreiergremium diskutiert und überprüft werden. Wir haben heute und jeden Tag die Gelegenheit, ihre Gültigkeit zu testen und wir können auch beurteilen, wie drei Länder, die die Geschichte eine Zeit lang geteilt hat, an die neuen Möglichkeiten herangehen. Wir versuchen alle jeden Tag zusammen zu arbeiten und zu kooperieren.

Es wurden viele der Vorteile fast sofort erkannt und akzeptiert. Die Durchlässigkeit der Grenzen, der freie Warenverkehr... Wie unangenehm es ist, diese Vorteile zu verlieren, wurde uns erst richtig bewusst, als die Pandemie die Grenzen für eine nicht unerhebliche Zeit wieder schloss. Tatsache ist, dass damals nicht nur die Europäische Union zum Käfig wurde, sondern auch die einzelnen Staaten "geschlossen" wurden. Es gibt wohl kaum einen Bürger, der dieses Erlebnis jemals wieder erleben möchte.

Es gibt leider immer noch Hindernisse, die das grenzüberschreitende Zusammenleben etwas erschweren. Das betrifft zum Beispiel die Inanspruchnahme von Gesundheitsdiensten, die trotz der Tatsache, dass bestimmte Memoranden unterzeichnet wurden, nicht gut oder gar nicht funktionieren.

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Senator Zbyněk Linhart aus Krásná Lípa, der dieses Thema seit langem verfolgt, sagt: "Es gibt Probleme mit dieser Zusammenarbeit in ganz Europa und das größte und wahrscheinlich das unlösbarste Problem sind die Preise für die Gesundheitsdienste in den einzelnen Ländern, denn die Gesundheitsversorgung fällt vollständig in die Zuständigkeit der einzelnen Länder. Damit sind es die jeweiligen unterschiedlichen Abrechnungen, die das größte Hindernis darstellen. Andererseits wäre es sicher interessant, die Kosten für den Transport von Patienten per Auto, oder Hubschrauber in das entfernte Landesinnere in die Berechnungen einzubeziehen und mit der Möglichkeit zu vergleichen Patienten oft nur wenige Kilometer in ein Nachbarland zu transportieren. .…"

Im Gegensatz dazu ist die Zusammenarbeit der Feuerwehren im Bedarfsfall wesentlich einfacher, wenn auch ebenfalls nicht nahtlos. Zwar besteht die Möglichkeit einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen den Einheiten der benachbarter Länder, doch gibt es noch keine Notfallpläne, die bestimmte logisch zusammenhängende Gebiete so integrieren, dass die Verfügbarkeit der erforderlichen Ausrüstung so einfach wie möglich ist. Als Beispiel nennen die Feuerwehrleute die Region Šluknov bzw. ihren westlichen Teil, wo wenn bei einem Brand in Dolní Poustevna lage Leiter benötigt werden und die aus dem mehrere Kilometer entfernten Rumburk oder Varnsdorf geholt werden müssen. Die notwendige Ausrüstung aber gleich hinter der Grenze in Sebnitz verfügbar ist.

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Im Gegensatz dazu ist die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kultur recht fruchtbar und reichhaltig. Wir können über die Instandsetzung verschiedener Denkmäler, wichtiger Stätten und die Zusammenarbeit verschiedener Kultureinrichtungen sprechen. Logisch, denn es gibt eine Reihe von Verbindungen in diesem Gebiet, die deutlich zeigen, dass das Band zwischen den Menschen, die hier lebten, in der Dreistadt viel organischer war als heute.

Aber auch hier gibt es ein sichtbares Bemühen an die Geschichte anzuknüpfen und so wird am 14. Mai die nächste Ausgabe des Nisa Fim Festivals eröffnet, das in diesem Jahr auch sein 20-jähriges Bestehen feiert. Wir werden Sie bald darüber informieren, was und wo Sie in dessen Rahmen sehen werden.

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Was im Dreiländereck wirklich unverständlich ist, ist die Tatsache, dass weder die Tschechische Republik noch Polen den Euro eingeführt haben was bedeutet, dass man, wenn man sich schon lange in der Region aufhält, drei Geldbörsen oder Taschen voller Kleingeld haben muss, was evt. sehr schwierig sein kann. Nun, man kann das überleben und die Vielfalt genießen, was sich eindeutig lohnt.

Und dann ist da noch das Bewusstsein für die Ereignisse in allen drei Ländern. Vielleicht habt ihr das Gefühl, dass die Dinge auch in diesem Bereich ein wenig langsam sind, aber vielleicht ist das der Grund, warum es diese Website gibt. Wir werden unser Bestes tun, um euch so viel wie möglich mitzuteilen!